Amrum Herbst 2014 | Infinite Peace | Infinite Silence

Eigentlich kann ich gar nicht mehr sagen wie alt wir wirklich waren, als wir uns das erste Mal begegneten. Vielleicht dreizehn, womöglich vierzehn, wir gruben uns bei schlechtem Wetter daheim ein und zockten bis tief in die Nacht, fuhren durch die Gegend und gingen Menschen mit unserem Skatekram auf die Nerven, manchmal hingen wir auch einfach nur ab und quatschten über allen möglichen Krempel. Zeit und Dinge, die man eben mit 14 so macht. Es war eine großartige Zeit und wir wurden richtig dicke Buddies. Heute treffen wir uns meist im Skype. Uns trennen mittlerweile 617 km – Ich erzähle heute von Chris. Heute wie damals, einer meiner besten Freunde.

Herbst. Stille. Frieden. Vorzüge, die Chris an Amrum sofort lieben lernte. Bereits während der Fährfahrt dorthin. Wir verbrachten nach unzähligen Monaten Zeit miteinander. Nur wir zwei. Alleine. Er filmte. Ich fotografierte.  Wir spazierten durch die Dünen oder zogen über den Strand. Oft. Und viel. Wir hatten ja auch Zeit. Abends kochten wir zusammen. Hingen ab. Und verquatschten uns bis spät in die Nacht: Über Früher. Über Heute. Über Morgen – Die Zeit verging wie im Flug.

Amrum Herbst 2014 | Infinite Silence

Chris ist ein Perfektionist. Das schätze ich sehr an ihm. Denn wenn man möchte, dass jemand etwas richtig macht, fragt im Zweifelsfall immer Chris. Ich kenn mich da aus. So haben seine beiden Videos über Amrum von unserem letzten gemeinsamen Aufenthalt auch knapp ein halbes Jahr gebraucht, bis sie in seiner spärlichen Freizeit fertiggestellt wurden. Und was soll ich sagen – es hat sich mehr als gelohnt. Es sind wundervolle Einstellungen und Erinnerungen, ausgewogen aufeinander abgestimmt – ein großartiges Color Grading, gepaart mit einem grandiosen Soundtrack. Er sollte so etwas öfter machen.

Sein erster Film „Infinite Silence“ handelt von der Überfahrt, ausgehend von Dagebüll, in Richtung Amrum über die Insel Föhr. Im Besonderen gefällt mir die Perspektive, in welcher die Fähre Wellen wirft – nach hinten hinaus – Das gepaart mit dieser ruhigen aber gespenstische Stimmung. Das war wirklich groß.

Amrum Herbst 2014 | Infinite Peace

„Infinite Peace“ ist sein zweiter Film. Er zeigt uns viele fantastische Orte der Nordsee Insel Amrum, wie die Dünenlandschaft, den weiten Strand, Wind und Meer. Alles Lieblingsorte. Ab und an turne ich auch durchs Bild oder stehe und kucke, wie in meiner Lieblingsszene, in welcher die Wellen auf mich zukommen und ich hinaus aufs offene Meer blicke.

Für mich stellen beide Filme nur den Anfang dar. Einen Anfang von vielen großartigen Ideen, die bereits in unseren Köpfen herumspinnen: Den nächsten Amrum Besuch bereits am planen, haben wir etwas vor (inkl. Equipment). Wir wollen uns dafür aber Zeit nehmen. Zeit, die wir dafür brauchen. Zeit, die wir uns dafür nehmen. Und Zeit um miteinander abhängen können. So wie früher. So wie heute. Es wird großartig.

Chris, das sind zwei wirklich starke Filme. Ich freue mich schon sehr auf September.

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